Blog

Kiew

| Tags:

Erster Advent in Kiew
Minusgrade, Sonne und Schnee

Video > Orthodoxe Glocken zum Advent



...

weiterlesen →

Syrien im September 2018: Unsere Reportagen für das RTL Nachtjournal

Für das RTL Nachtjournal produziert haben wir insgesamt vier verschiedene Reportagen

1. ZURÜCK IN DUMA
2. IN DARAA - WO 2011 ALLES BEGANN
3. AN DER FRONTLINIE ZU IDLIB
4. ZWISCHEN SINJAR UND TAL RIFAAT

weiterlesen →

Die Kinder von Sinjar

| Tags:

Eine Autostunde westlich von Aleppo in der Provinz Idlib.
Niemandsland und Kampfzone zugleich. Im Moment schweigen an der Front die Waffen.
Sinjar… es ist eine arme Gegend, die Menschen zerrissen durch den Krieg. Wir treffen Familien, die sind vor drei Jahren weg aus ihrem Dorf, vor den Islamisten geflohen, in die Provinzhauptstadt Idlib… jetzt sind sie zurückgekommen aus Angst vor der großen entscheidenden Schlacht um die letzte Bastion, die von den Assad-Gegnern gehalten wird.
Was macht dieser Krieg mit den Kindern?... Sie haben eine ganz eigene Energie, mit all dem umzugehen. Wo sie die hernehmen, unklar… Was wird aus ihnen in zehn Jahren, wenn sie erwachsen werden?

weiterlesen →

Unterwegs an der Frontlinie zu Idlib

| Tags:

Unterwegs mit der syrische Armee an der Frontlinie...

Im Augenblick schweigen die Waffen... Die erwartete Offensive auf Idlib ist bis auf weiteres ausgesetzt. Bis 15. Oktober soll nach dem Willen Russlands und der Türkei rund um Idlib eine waffenfreie Zone entstehen...
Ob das gelingt ist ungewiss. Wir spüren Skepsis.
Die Offiziere der syrischen Armee verhalten sich alle loyal, jedoch zwischen den Zeilen ist herauszuhören, dass sich kaum jemand vorstellen kann, dass das funktioniert. Und auch, dass nur hinter vorgehaltener Hand: Man ist nicht gerade glücklich, dass die Russen mit den Türken etwas gedealt haben ohne die Regierung in Damaskus zu befragen. Russland akzeptiert mit dem Deal mehr oder weniger, dass die nordsyrischen Kurdengebiete künftig zur Einflußzone der Türkei gehören, wenn nicht gar dauerhaft unter deren Kontrolle bleiben.
Aber man will dem allem eine Chance geben, und wenn es nicht funktioniert….
Und auch das ist durchdenkenswert: Russland habe sich auf den Deal vor allem deshalb eingelassen, weil die Lage rund um Idlib keineswegs zu eindeutig ist, wie sie scheint. Dort befinden sich 15.000 Assad-Gegner, inzwischen größtenteils Islamisten, unter Waffen. Bei einer Offensive auf Idlib könnten sie die Stadt verlassen und versuchen erneut Aleppo anzugreifen. Die syrische Armee kontrolliert mit Unterstützung der Russen nur das Stadtgebiet von Aleppo, vier Kilometer weiter, am westlichen Stadtrand von Aleppo beginnt das Einflussgebiet der Rebellen.
Für die Russen kommt zudem hinzu, dass sie zwar dauerhaft in Syrien präsent und auch das Sagen haben wollen, aber sie den Wiederaufbau keinesfalls aus eigener Tasche stemmen wollen oder können und um westliche Hilfe (wie zuletzt beim Putin-Besuch in Meseberg gesehen) werben. Und neue Bilder von Luftangriffen auf Krankenhäuser und Schulen (von den Rebellen gerne als Stützpunkte gewählt) ist bad PR.

Für die zwei Millionen Menschen, die in und um Idlib leben, wäre es ein Segen, wenn die Idee mit der waffenfreien Zone und sich anschließenden Verhandlungen funktioniert.

weiterlesen →

Erneut in Duma

| Tags:

Unterwegs in Duma bei Damaskus… - eine der vielen offenen Wunden dieses Krieges.
Im April 2018 wurde hier Giftgas eingesetzt, noch immer ist nicht klar von wem. Für den Westen ist klar, dass es nur Assad gewesen sein kann. Doch ganz so einfach und offensichtlich ist es nicht. Auch wenn die Geheimniskrämerei im Krankenhaus diese Mutmaßung eher bestätigt. Es habe an jenem Tag Patienten mit Atembeschwerden gegeben, ja… aber Giftgas? Auch als wir dem Arzt, den wir interviewen, die Bilder zeigen, bleibt er dabei. Die Kinder hätten Asthma. Wirklich? Schwer nachzuvollziehen… Oder war es vielleicht doch ein letzter Trupp der zum Schluss fast ausschließlich extremistischen Rebellen? Auch fünf Monate später ist kaum Licht in dieses Dunkel zu bringen.
In Duma selbst wird dieses Thema entweder verdrängt oder es spielt tatsächlich eine untergeordnete Rolle. Für die Menschen hier ist es rückblickend nicht mehr als eine Momentaufnahme in diesem langen Krieg. Die Stadt ist schon vorher von syrischen und russischen Luftangriffen in Schutt und Asche gelegt worden.
Seit April, als wir unmittelbar nach dem Giftgas-Einsatz hier waren, hat sich kaum etwas verändert. Von Wiederaufbau ist nichts zu sehen. Duma ist weiterhin eine Trümmerwüste. Beeindruckt hat uns aber auch dieses Mal der Lebenswille der Menschen hier… und die Sehnsucht nach Frieden. Keine Luftangriffe, keine Kämpfe, keine Sorge vor Extremisten, die sie als menschliche Schutzschilde missbrauchen… Ungeachtet aller Umstände in den Trümmern ohne ausreichend Wasser und Strom sind sie dabei, ihr Leben neu zu organisieren. Und dann immer wieder: die Kinder…

...

weiterlesen →