Dirk Emmerich texte | fotos | musik

Oppenheimer

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Oppenheimer. 180 Minuten lang. Ohne Action, ohne Pathos. Verschiedene Zeitachsen. Die Regie von Christopher Nolan ist atemberaubend, ebenso die Schauspielleistung von Cillian Murphy als Oppenheimer.
Der Film verknüpft die Lebensgeschichte Oppenheimers bis zum Abwurf der Atombombe dramaturgisch meisterhaft mit den späteren politischen Prozessen, die in der McCarthy-Zeit gegen ihn geführt wurden. Und erzählt dabei von der moralischen Gratwanderung eines Wissenschaftlers, der antrat, die Nazis beim Bau der Bombe zu überholen, was schließlich gelang. Aber auch davon, wie alle seine Zweifel in die Ecke geschoben werden und die Bombe gegen ein schon am Boden liegendes Japan eingesetzt wird: ”Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.”
Das ist intensives Kopf- und Bild-Kino aus der obersten Schublade der Kinematographie.